Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 44/2007

31. Oktober 2007

Das Internet ist voll von wunderschönen und noch dazu kostenlosen Anleitungen zum Thema Stricken, Strickfilzen, Häkeln u.s.w. ..täglich kommen weitere Funde dazu!!!!

Wo sammelt ihr diese tollen Ideen? Kommen sie in den Ordner Favoriten mit der Gefahr, beim nächsten PC-crash ins virtuelle Nichts zu verschwinden? Druckt ihr alles aus und versinkt so in losen Blättern? Brennt ihr alles auf CD?

Vielen Dank Andrea für die heutige Frage!

Das ist in der Tat eine interessante Frage. Aber wenn ich alles ausdrucke, hätte ich ordnerweise Material, dass ich dann doch nicht ansehe. Das ist bei der möglichen Fülle und den unterschiedlichsten Interessen nicht mehr möglich. So bin ich dazu übergegangen, nur jene Unterlagen auszudrucken, die mir a) sehr, sehr gut gefallen und ich mir tatsächlich auch ein Nacharbeiten vorstellen kann und b) die einfach auch sehr schön anzusehen und aufgemacht sind (da gibt es schon nicht mehr ganz so viele).

Mit den Favoriten habe ich keine solche Freude, weil sich oft die Websiten ändern oder Anleitungen/Dokumente vom Netz genommen werden. Da ich ja auch anderes „sammle“ habe ich mir schon vor Jahren (noch bevor Firefox mit seinem Scrapbook kam, welches eine ähnliche, aber bei weitem nicht so ausgereifte Funktion hat) eine „Internetdateienbzwinformationssammelprogramm“ gekauft, nämlich Web-Recherche, früher auch Content-Saver genannt, wo es auch eine bereits tolle Gratisversion gibt. Hier kann man nicht nur Dokumente gegliedert abspeichern, sondern einfach alles, was es im Netz so gibt – und das beste ist, ich kann es speichern, verwalten und finde es wieder!

Jede Datenbank, jedes Archiv ist jedoch nur so gut wie seine Sicherung. Daher wird bei mir die Festplatte regelmäßig auf eine externe Platte gespiegelt (ich habe schon zuviel verloren und erst aus Erfahrung wird man klug). Wenn bestimmte Sammlungen und Archive bereits eine bestimmte Größe erreicht haben oder nicht mehr meinen aktuellen Ambitionen entspricht, erstelle ich auch schon mal eine DVD, die zu den passenden Unterlagen in einen Ordner abgelegt wird. Aktuelle und Lieblingsarchive habe ich auch auf einen USB-Stick gespeichert, der eigentlich immer in meiner Tasche zufinden ist und den somit auch immer bei mir habe. Ein Leben ohne USB-Stick kann ich mir nicht mehr vorstellen. 😉

Trotz einer ausführlichen Beschäftigung mit verschiedenen on- und offline Bookmark-Verwaltungen konnte ich mich in diese Richtung (noch) nicht wirklich etwas überzeugen. Aber ich bin soweit mit meiner Ablage zufrieden und – abgesehen von den Büchern – gelingt es mir auch, „Platz“ zu sparen.


„Stricken“ Grundlagen – Muster – Modelle

21. Oktober 2007

Je mehr bzw. länger ich stricke, desto wichtiger werden nun Grundlagenwerke für mich. Ging es am Anfang oft nur darum, wie man anschlägt oder eine Masche richtig abstrickt, stellen sich nun weitere Fragen, die vor allem die Qualitätsverbesserung (wie kann man etwas besser oder einfacher machen) betreffen.

Bislang konnte mich kein Buch so richtig überzeugen – meistens lande ich wieder bei meinem einen Lieblingsbuch „Stricken für Dummies“, dem Strickbuch von Katharina Buss oder dem „Das kleine Handbuch ‚Stricken'“ von Margaret Radcliffe. Diese drei Bücher ergänzen sich für meine Begriffe sehr gut.

„Die große Strickschule“ von Hanna Jaacks hat hingegen eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Strickbuch von Buss, welches jedoch alleine schon durch die farbigen Abbildungen schöner rüberkommt und mit der Weltbildauflage mit dem Preis von ca. 10 Euro auch noch günstiger ist. Jaacks hingegen sticht mit der Ringbuchbindung durch eine bessere Handhabung hervor.

Meine neueste Errungenschaft ist das kürzlich erschienene Buch:

Stricken. Grundlagen, Muster, Modelle

erschienen im Verlag: Naumann & Göbel;
Auflage: 1 (Oktober 2007)
Seiten: 192

ISBN-10: 3625114860 bzw.
ISBN-13: 978-3625114864
Euro 10,– (D) / 10,30 (Ö)

Erst im Buch war zu lesen, dass die Konzeption bei Helene Weinold-Leipold lag.

Das Buch selbst erfährt eine nette Aufmachung und ist in drei Teile – Grundlagen, Muster und Modelle – geteilt.

Die Grundlagen selbst sind eher kanpp gehalten, aber mit vielen kleinen Abbildungen versehen. Gut gefällt mir auch der Teil über Noppen und Hebemaschentechnik.

Der Musterteil kann sich wirklich sehen lassen. Auf 54 Seiten werden 46 Struktur-, 16 Fantasie-, 14 Patent-, 41 Ajour-, 23 Aran-, 15 Mini-Jacquard- und 8 Fellmuster und 11 Jacquardbordüren gezeigt. Also über 170 schön aufbereitete Muster welche aus der Textbeschreibung samt Abbildung einer Strickschrift plus Foto einer Maschenprobe bestehen. Als ich das erste Mal in diesem Buch blätterte erinnerten mich die Bilder an das Buch ‚Grundstrickmuster‘, welches erst kürzlich auf deutsch erschien.
Der Modellteil gefällt mir persönlich am wenigsten, weil mir diese teilweise bereits aus div. Zeitschriften bekannt sind. Sie umfassen Mützen, Schals, Socken, Babysachen, Kissenhüllen und einige andere Assessoires.

Es kommt natürlich darauf an, was man von einem Buch will und bei Büchern, die sich nicht in eine Kategorie einordnen lassen ist die Frage, ob man es wirklich braucht, noch schwieriger. Ein Strick-Profi wird nicht allzuviel viel Neues finden (am ehesten sind hier noch die Muster am ansprechendsten). Für besonders wissbegierige Anfänger werden die Grundlagen vermutlich zu knapp zu knapp sein. Aber am ehesten ist dieses Buch dennoch für Menschen geeignet, die stricken lernen oder einfach mal in dieses Handwerk reinschnuppern wollen und nicht gleich mehrere Bücher kaufen will. …oder eben für Büchersammler 😉


Regia Galaxy 1550 jupiter natur color (05/2007)

15. Oktober 2007

Wenn ich in den Listen bzw. Foren so sehe, wie schön die Regia Galaxy mustert bin ich enttäuscht. Ansatzweise ist zwar auch hier die vorgesehene Musterung zu erkennen, aber nicht mehr.

Weiters war die Wolle für mich relativ schwierig zu verstricken, weil so dünne Extrafäden dabei waren. Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll … als ob sie nicht ordentlich versponnen war.

Da mir die Farbkombinationen der Wolle jedoch sehr gut gefallen werde ich noch einmal mit einer anderen Farbe einen Versuch starten.


Schneckenspitze versus Sternenspitze

15. Oktober 2007

Wie schon einmal erwähnt bin ich mit der Schneckenspitze sehr unzufrieden, weil sie einfach nicht passt.

Mittlerweile hat dieses Paar aber natürlich zwei gleiche (Sternchen)Spitzen.


256 Grundstrickmuster

15. Oktober 2007

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass viele von euch vermutlich schon aus dem Englischen kennen und erst kürzlich (September 2007) in deutscher Sprache erschien:

Grundstrickmuster. 265 Strickanregungen
Trisha Malcolm
Knaur-Verlag, 176 Seiten
ISBN: 978-3426644690
Euro 24,95 (D) / 25,70 (A)

Es ist ein wunderschönes Buch im A4-Querformat: schlicht, elegant und einfach gehalten. Pro Seite sind ein bis zwei Muster (Strickschrift, Beschreibung und Maschenbild) zu sehen. Die 265 Grundstrickmuster sind auf vier Kapitel aufgeteilt: Muster aus rechten und linken Maschen, Lochmuster, schräglaufende Muster und außergewöhnliche Muster.

Meiner Meinung nach führt der Titel leicht in die Irre, denn trotz „Grundstrickmuster“ sind hier wunderschöne, außergewöhnliche und nicht in jeder Musterzeitschrift abgebildete Strickmuster zu finden. Preislich ist das Buch im oberen Bereich angesiedelt; man hält dafür aber ein besonderes Stück in Händen.

Das englische Pendant heißt „Vogue Knitting Stitchionary Volume One: Knit & Purl“ und es gibt zwei weitere Folgebände. Die deutsche Übersetzung erfolgte von Gisela Klöpper und Helene Weinold-Leipold und ich hoffe sehr, dass die beiden Damen auch die zwei anderen Bände noch übersetzen bzw. sie der Verlag auch herausgibt.

 

 

 


Das Glücksprinzip II

14. Oktober 2007

Vor einiger Zeit habe ich bereits einmal die Akttion „Pay it forward“, zu deutsch „Das Glücksprinzip“ vorgestellt. Schade finde ich, dass nicht mehr Menschen sich mitmachen trauen/wollen. Will man niemanden mehr „einfach so“ etwas schenken?

Wichtelaktionen boomen. Warum? Vermutlich eher deshalb, weil man selbst etwas bekommt und nicht, weil das Beschenken des Anderen im Vordergrund steht. Was spricht dagegen, einfach mal jemanden zu beschenken? Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe jedes Mal auch große Freude daran, ein Geschenk sorgfältig auszusuchen und Herauszufinden, was der andere gerne mag. Wenn sich der Beschenkte dann darüber freut, ist es wie wenn ich selber beschenkt werde. Wenn nicht, kann ich es auch verkraften, denn es kann einfach passieren, dass man bei den wenigen Informationen, die man oft nur weiß und auch weil heute fast jeder alles hat, dabei auch etwas schief geht – der Wille und der Versuch zählt auch.

Um was gehts bei nun bei Pay it Forward?

Ich verspreche, dass ich drei Leuten, die sich hier in einem Kommentar bereit erklären, ebenfalls an dem Pay it Forward Austausch teilzunehmen, ein handgemachtes Geschenk schicken werde. Ich weiß noch nicht, was das Geschenk sein wird und Ihr werdet es vielleicht nicht morgen oder nächste Woche erhalten, aber ich verspreche, Ihr bekommt es innerhalb der nächsten 365 Tage. Alles was Ihr zu tun habt, ist, das selbe Versprechen in eurem Blog zu machen.

“Pay it Forward” bezieht sich auf den gleichnamigen Film, den es auch in deutsch unter dem Namen “Das Glücksprinzip” gibt.

Am Anfang des Schuljahres gibt ein Sozialkunde-Lehrer seiner neuen Klasse immer eine etwas außergewöhnliche Aufgabe: Die Kinder sollen sich ausdenken, wie man die Welt verbessern kann. Der 11-jährige Trevor kommt auf den sog. Schneeballeffekt und glaubt, wenn man nur drei anderen Menschen hilft & diese dann drei weiteren, hat man bald Friede auf Erden.

Mag dies auch ein wenig utopisch sein, so ist doch der Grundsatz “wenn dir jemand etwas gutes tut, dann revanchiere dich nicht bei ihm, sondern suche dir drei Personen, denen du ebenfalls Gutes tust” in einer manchmal etwas tristen Welt, in der die meisten nur auf sich selbst achten, einfach schön.

Die Auswahl wird auf keinen Fall der Reihe nach sein, denn auch diejenigen, die sich erst später melden, sollen auch noch eine reelle Chance haben.

Zum ersten Beitrag gehts hier.


… drei neue Sockenzeitschriften

12. Oktober 2007

Nachdem ich die Sockenbuchundzeitschriftsammelvirusinfektion nach wie vor weder kurieren geschweige denn ausheilen konnte bin ich gestern im Zeitschriftenladen diesen drei Heften erlegen.

Sabrina Special Accessoires S 1297 enthält einige Modelle, die mir ausgesprochen gut gefallen. Bei Mariannes Opalwolle kann man einen Blick darauf werfen.
Lea Special Handarbeiten „Socken für die ganze Familie“ LH 494 konnte ich ebenfalls nicht widerstehen. Ein eigenes Kapital jedoch ist die relativ teure Andrea kreativ spezial „Socken & Accessoires“ Nr. 0402 (überarbeitete Neuauflage), die – abgesehen vom gestrickten Stringtanger – sehr altbacken daherkommt und deren Anschaffung eher einer Suchtbefriedigung als der Motivation zum Nachstricken diverser Modelle diente.